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FrauenFunk #20: Julya Rabinowich, Schriftstellerin

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Ich habe Julya Rabinowich zu ersten Mal live bei einer Laudatio für eine Concordiapreisträgerin erlebt. Ihr Engagement für Menschenrechte war schon damals ganz klar sichtbar und sie weiß , wovon sie redet, wenn sie über Flucht und Flüchtlinge und das Leben in einem fremden, neuen Land spricht. Als 7jährige flüchtete sie mit ihren Eltern, beide Künstler , aus dem damaligen Leningrad nach Wien. Dass sie in Wien bleiben würden, war nicht geplant, aber so war es. Sie kam gleich in die 2. Klasse Volksschule, musste eine Sprache neu lernen und sich auch mit dem Lehrstoff vertraut machen. Ihre Eltern waren streng und sie schaffte Gymnasium und eine Studium der Malerei und Philosophie an der Angewandten.

Immer wieder arbeitete sie als Dolmetscherin für den Verein Hemayat, der Flüchtlinge psychotherapeutisch betreut. Für ihre Romane bekam sie hymnische Kritiken im deutschsprachigen Raum. Mit ihrem dritten Roman „Die Erdfresserin“ nahm sie am Ingeborg-Bachmannpreis teil.

FrauenFunk #18: Kristina Hametner, Leiterin des Büros für Frauengesundheit der Stadt Wien

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Sie ist eine quirlige Frau mit rotblondem Lockenkopf, der sich kaum bändigen lässt außer durch ein Haarband. Sie spricht schnell und voll Empathie vor allem, wenn es um die Gesundheit von Frauen und Mädchen geht. Figur-Druck, Essstörungen, Diätwahn, Druck durch Social Media, Mobbing, sexuelle Gewalt, Fristenlösung und legale Schwangerschaftsabbrüche, die während der Corona Krise Pause machten - sehr zum Leidwesen vieler Frauen. Kristina Hametner ist das Gesundheitsgewissen der Stadt Wien. Sie publiziert Broschüren, sie arbeitet fächerübergreifend mit anderen Bereichen zusammen, die auch unsere Gesundheit und unser Wohnbefinden beeinflussen. Zb. Im Arbeitsmarkt, im Wohnbau, bei Kranken- und Pflegepersonal, das etwa wissen muss, was alles zu sichern ist, wenn eine Frau nach einer Gewalttat eingeliefert wird. „Es gibt so viele Bereiche, wo wir Querschnittsmaterien haben. Unser Budget ist zwar gering, aber wir sind wichtig.“

FrauenFunk #19: Milli Segal, PR- und Veranstaltungs-Managerin

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Milli Segal betreibt in Wien eine PR- und Veranstaltungsagentur, die ihren Namen trägt. Ihre Schwerpunkte sind Politik, Kultur und Zeitgeschichte. So vertritt sie etwa den Jewish Welcome Service, den der legendäre Leon Zelman gegründet hat und der jedes Jahr Holocaust-Überlebende und deren Nachkommen nach Wien bringt. Sie organisierte und kuratierte eine Ausstellung zum Thema Kindertransporte, die jüdische Kinder vor dem Holocaust retteten.

FrauenFunk #17: Ingrid Nikolay-Leitner, 1. Gleichstellungsanwältin des Bundes

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Ingrid Nikolay-Leitner hat in Wien zuerst Psychologie und Pädagogik studiert und dann noch ein Jus-Studium angehängt, daneben aber schon gearbeitet. Sie hat im Büro von Frauenministerin Johanna Dohnal begonnen und wurde schließlich 1990 die erste und damals noch die einzige Gleichstellungsanwältin des Bundes. Die Anwaltschaft war damals im Sozialministerium angesiedelt und wanderte später ins Frauenministerium. Heute ressortiert sie im Bundeskanzleramt.

FrauenFunk #16: Marion Breiter, Psychotherapeutin, Sozialforscherin

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Marion Breiter hat in Wien Psychologie und Pädagogik studiert und dann eine Ausbildung in Psychotherapie absolviert. 1980 hat sie die erste Wiener Frauenberatungsstelle mitbegründet. Zusammen mit Kerstin Witt-Löw gründete sie das Forschungsinstitut SOFIA für ganzheitliche Sozialforschung. 1996 hat Marion Breiter den Dachverband “Netzwerke aller österreichischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen mitbegründet. Sie forscht zu zahlreichen Frauenthemen z.B. Über die Lage der Frauen über 50 , die die ersten in ihrer Familie waren, die ein Studium absolvieren konnten. Sie arbeitet und forscht auch auf europäischer Ebene. Für ihre Arbeit wurde Marion Breiter vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit den Goldenen Ehrenzeichen der Stadt Wien.

FrauenFunk #15: Daniela Urschitz, Frühere Leiterin Frauenförderung Wien

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Daniela Urschitz wuchs in Wien - wie sie selbst sagt - in einer linksliberalen, jüdischen Familie auf, die sie aber schon früh verließ. Ihre Mutter Traudl Lessing war eine sehr erfolgreiche Journalistin (Osteuropa-Korrespondentin für das US Time Magazine), ihr Vater Erich Lessing ein bekannter Fotograf.

Sie besuchte das Lycèe in Wien, studierte an der Pariser Sorbonne und dann in Bulgarien, wo sie auch arbeitete. Wieder zurück in Österreich begann sie ihre Karriere im Arbeits- und Sozialministerium, wo sie unter Franziska Fast und Alfred Dallinger arbeitete, unter anderem als Leiterin des Referats „Frauen und Arbeitsmarkt“. Von 1999- 2007 leitete sie die Abteilung Frauenförderung und Koordination von Frauenangelegenheiten der Stadt Wien. Ab 2012 war sie für die Stadt Wien als Koordinatorin für die EU-Strategien für den Donauraum tätig. Derzeit arbeitet sie als selbstständige Expertin zu diesem Thema und als widmet sich der Bildungswerkstatt der Grünen im Burgenland.

FrauenFunk #14: Erika Pluhar, Schriftstellerin, Sängerin, Schauspielerin

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Sie gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten Österreichs: die Schriftstellerin, Sängerin und Schauspielerin Erika Pluhar. Im Vorjahr feierte sie ihren 80. Geburtstag. Ihr Leben ist reichhaltig und mit allen Höhen und Tiefen verlaufen, die man sich vorstellen kann. Nach dem Reinhard-Seminar war sie 40 Jahre lang Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters und hat viele große Rollen gespielt, dazwischen aber auch in Filmen mitgewirkt und sich als Sängerin einen Namen gemacht.

Wie sie selbst heute sagt: „Ich hab ja Gottseidank keinen Blödsinn gemacht.“ So hat sie etwa immer Werbung verweigert. Sie war zweimal verheiratet, einmal mit Udo Proksch und das zweite Mal mit Andrè Heller, beides sehr öffentliche Ehen mit starken extrovertierten Persönlichkeiten.

FrauenFunk #13: Anna Sporrer, Vizepräsidentin des VwGH

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Anna Sporrer wurde in Mödling geboren, studierte in Wien Jus und ist seit 2014 Vizepräsidentin am Österreichischen Verwaltungsgerichtshof. Schon während des Studiums gehörte sie zu dem Kreis feministischer Juristinnen, denen Gleichbehandlung und Anti-Diskriminierung wichtig waren. Sporrer arbeitete schon bei Frauenministerin Johanna Dohnal und später auch bei Gabriele Heinisch-Hosek, deren Büroleiterin sie war. 1995 wurde die Spitzenjuristin Vorsitzende der Gleichbehandlungskommission, wechselte kurz darauf in den Verfassungsdienst des Bundeskanzleramts. Als Anwältin sammelte sie von 2000 bis 2008 Erfahrungen in der Rechtsvertretung, kehrte dann in den Verfassungsdienst zurück bis sie in den VwGH berufen wurde.

FrauenFunk #12: Marion Gebhart, Leiterin MA 57, Frauenservice Wien

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Die gebürtige Steirerin Marion Gebhart hat an der Universität Graz Jus studiert und wollte Richterin werden. Doch von sieben freien Richter-Stellen wurden sechs mit Männern besetzt und die siebente mit der Tochter eines arrivierten Richters. Daraufhin zog Gebhart nach Wien und begann 1986 als Juristin bei der Stadt Wien. Nach zwei Jahren in der Frauenabteilung war sie dann fünf Jahre Kinder- und Jugendanwältin, um 1999 wieder in die MA 57, die Frauenabteilung zu wechseln. Diese leitet sie seit 2008.

FrauenFunk #11: Heidi Schrodt, Bildungsexpertin

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Heidi Schrodt wurde in Ybbs an der Donau als eine von drei Töchtern geboren. Sie studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Wien und unterrichtet 17 Jahre lang an einem Gymnasium in Wien-Favoriten. 1992 übernahm sie die Leitung des Gymnasiums Rahlgasse in Wien-Mariahilf, das sie bis zu ihrer Pensionierung 2010 führte.

Sie engagiert sich aktiv für in der Bildungsinitiative „BildungGrenzenlos“. Besonders wichtig ist ihr eine bessere soziale Durchlässigkeit im österreichischen Bildungssystem. Sie ist Autorin zahlreicher Kommentare und Zeitungsartikel und wird immer wieder auch von der Politik als Bildungsexpertin um ihre Expertise gebeten.

2014 ist ihr Buch „Sehr gut oder nicht genügend - Schule und Migration in Österreich“ erschienen. Heidi Schrodt ist verheiratet, Mutter eines Sohnes und lebt in Wien und Ybbs.

Über diesen Podcast

Auf feministischer Spurensuche in Wien: Die Journalistin Brigitte Handlos spricht im FrauenFunk.at mit feministischen Frauen in Wien über ihre Arbeit und Erfahrungen.

von und mit Brigitte Handlos

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