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FrauenFunk #41: Petra Stuiber, stv. Chefredakteurin "Der Standard"

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Sie gehört zu den besten und leidenschaftlichsten Journalistinnen des Landes. Begonnen hat sie beim „Standard“, wo sie jetzt auch stellvertretende Chefredakteurin ist. Ihr Einsatz beim Brand der Hofburg und der Rettung der Lipizzaner kostete sie zwei Vorderzähne. Aber die Sonderbeilage, die sich der damalige Standard-Chefredakteur Gernot Sperl wünschte, erschien im Laufe des Vormittags am Freitag 27. November 1992. Petra Stuiber sass mit einer dicken Lippe, weil sie ein panisches Pferd getreten hatte, mir gegenüber und haute in die Tasten. Diesen Einsatz hat sich Petra Stuiber bis heute bewahrt, egal ob es um soziale, politische oder feministische Themen geht.

FrauenFunk #40: Maria Windhager, Rechtsanwältin

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Wenn Maria Windhager eine Fährte aufnimmt, dann verfolgt sie die, bis sie die Beute erlegt hat – koste es was es wolle. Als Medienanwältin ist sie mit vielen Fragen konfrontiert, die genau diese Konzentration und diesen Einsatz erfordern. Denn es sind oft große Gegner, die sie hat. Einschüchtern lässt sie sich davon nicht, denn „ich weiß ja, worauf ich mich einlasse, und ich habe dazu auch immer starke MandantInnen, die das mit mir durchziehen.“ Maria Windhager ist in Linz geboren und hat in Salzburg und Wien Jus studiert, die Anwaltsprüfung abgelegt und 2000 promoviert. Sie führt eine eigene Kanzlei hat sich auf Medienrecht und Persönlichkeitsschutz spezialisiert. Einer ihrer größten Gegner ist hier Facebook.

FrauenFunk #39: Ina Wagner, Univ.Prof.für Informatik, TU Wien

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Ina Wagner ist eine bescheiden wirkende Frau, die von sich selbst jedoch sagt, sie habe es in der Männerdomäne Informatik geschafft, weil sie schlichtweg stur sei. Sie ließe sich nicht gerne von anderen einordnen und schon gar nicht durch irgendein Suffix klein machen. So gründete sie an der Informatik in Wien das neue Fachgebiet „Multidisziplinäres Systemdesign“, das aus Informatik, Sozialwissenschaften, Kunst und Frauenforschung besteht. Und sie leitete viele Jahre das Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung.

Studiert hat Frau Prof. Wagner Kernphysik, obwohl – wie sie selbst sagt – sie in Mathematik gar nicht besonders gut gewesen sei. Aber sie habe sich das einfach in den Kopf gesetzt. Sie hat zwei Habilitationen: eine in Informatik an der TU Wien und eine in Bildungswissenschaften der Universität Klagenfurt.

FrauenFunk #38: Sibylle Hamann, Politikerin, Die Grünen

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Sibylle Hamann gehört zu den meist-ausgezeichneten Journalist*innen in Österreich. Sie hat zwei Mal die Medienlöwin gewonnen, wurde mit dem Kurt-Vorhofer-Preis und dem Prälat-Leopold-Unger-Preis ausgezeichnet und etlichen mehr. Das ist ein deutliches Zeichen für die Qualität ihrer Arbeit und die hieß immer – egal, ob es um Ruanda, die USA, China oder die Kärntner Saualm ging: Ich fahr' dorthin und schau mir das an und mache mir ein Bild.

Und das macht sie auch als frischgebackene Politikerinnen für die Grünen noch immer. Sie bekomme zahlreiche Mails und Anfragen, „weil viele Leute wollen einfach gehört werden. Und dann sage ich oft, kann ich mir das bitte anschauen!" So ist sie und das macht ihre Lebendigkeit aus.

FrauenFunk #37: Beate Wimmer-Puchinger, frühere Frauengesundheitsbeauftragte der Stadt Wien

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Sie hat ihr gesamtes berufliches Leben in den Dienst der Frauengesundheit gestellt. Beate Wimmer-Puchinger ist studierte Psychologin und legt seit mehr als einem Vierteljahrhundert die Finger auf die Stellen, wo es den Frauen oft am meisten weh tut: auf ihren Körper.
1996 hat sie den ersten Wiener Frauengesundheitsbericht erstellt. Der hat geschlechtsspezifische Gesundheits- und Krankheitsindikatoren aufgezeigt. Aber auch die Defizite in der Prävention und Versorgung betont. Dieser Bericht hatte zur Folge, dass in Wien ein Frauengesundheitsprogramm gestartet wurde, 1999 umgesetzt von Beate Wimmer-Puchinger.

FrauenFunk #36: Ruth Wodak, Universitätsprofessorin für Sprachwissenschaften

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Das Gespräch mit der Sprachwissenschafterin Ruth Wodak nahm gleich zu Anfang eine interessante Wendung. Ich stellte aus Neugier die Frage, warum sie die Akademie der Wissenschaften 2012 verlassen habe und die Antwort fiel länger aus und machte mich sprachlos. Wodak erzählt ganz zu Beginn unseres Gespräches darüber, wie sie zuerst ein Angebot der Akademie der Wissenschaften bekommen habe, ihren Wittgensteinpreis (dotiert mit rund 1 Mio. Euro) dort anzusiedeln, als sie nützlich war für den Ruf Österreichs während der EU-Sanktionen und der Regierung Schwarz-Blau 1. Gleich danach aber folgten Schikanen und Mobbing.

Über ihre Zeit in der Akademie der Wissenschaften sagt Wodak: „Ich war das Feindbild, ich war wie die rote Hexe! Man wusste, ich bin sekuläre Jüdin, komme aus einem sozialdemokratischen Elternhaus und äußere mich auch politisch in diese Richtung, ich forsche zu diesen Themen (Migration, Rassismus, Xenophobie) und bin Feministin. Mehr hab ich dort nicht gebraucht. Es gibt in der Akademie der Wissenschaft alte Nazis und auch junge schlagende Burschenschafter. Und die wollten mich dort nicht.“

FrauenFunk #35: Heide Schmidt, frühere Chefin Liberales Forum

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Heide Schmidt an der Seite des Volksanwalts im ORF-TV in den 1980er-Jahren: eloquent, eine tolle Stimme, gutaussehend, selbstbewußt und gescheit. So haben sie sicher noch etliche in Erinnerung. Die andere deutliche Erinnerung ist jene an ihre Zeit an der Seite von FPÖ-Chef Jörg Haider, der sie gezielt in die Partei holte und sie zur ersten weiblichen Generalsekretärin machte. Und es ist für viele wohl auch die langjährige Mitgliedschaft in der Haider-FPÖ, die ihr manche nicht verziehen haben. Sie selbst sagt heute, sie sei in manchen Dingen naiv gewesen und habe deshalb etliches nicht gesehen.

FrauenFunk #34: Hilde Stockhammer, Arbeitsmarktexpertin

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Es ist ihre bescheidene, unaufdringliche Art, die einem sofort auffällt. Sie spricht unaufgeregt, aber doch sehr bestimmt. Sätze wie, „damit müssen die Männer halt leben lernen“, klingen bei ihr mehr wie eine Lebenshilfe denn eine Zurechtweisung. Hilde Stockhammer ist nicht die Frau großer Inszenierungen. Sie ist jemand, dem Zahlen und Fakten wichtig sind und an denen hantelt sie sich entlang in ihrer Arbeit für die Frauen. So hat sie es als Leiterin der Frauenabteilung im Arbeitsmarktservice gemacht und auch als Gleichstellungsbeauftragte im AMS hat sich ihre bedächtige, aber hartnäckige Art durchgesetzt.

FrauenFunk #33: Gabriele Fischer, Leiterin Drogenambulanz AKH Wien

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Univ. Prof. Dr. Gabriele Fischer ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und leitet am Allgemeinen Krankenhaus in Wien die Drogenambulanz. Sie arbeitet seit vielen Jahren in der Suchtforschung und Suchttherapie und hat mehrere Jahre in den USA gearbeitet und geforscht. Sie war Vorsitzende des Universitätsrates an der Medizinischen Universität Innsbruck und ist Konsulentin der WHO, UNO und des Europaparlaments. Darüberhinaus leitet sie eine Menschenrechtskommission.

Sie ist Mitbegründerin der Plattform „Frauen für Frauen: Gesundheit im Brennpunkt“ und war von 1994 bis 2003 Mitglied des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen der Medizinischen Fakultät der Uni Wien. Seit vielen Jahren kämpft sie für eine besser ausgestattete Kinder- und Jugendpsychiatrie. Sie ist Mutter von drei Söhnen.

FrauenFunk #32: Elfriede Hammerl: Kolumnistin und Autorin

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Elfriede Hammerl ist in Österreich eine feministische Institution. Seit 36 Jahren schreibt die Journalistin, Buch- und Drehbuchautorin eine feministische Kolumne im Wochenmagazin „profil“. In dieser Kolumne legt Elfriede Hammerl die Finger auf die Wunden und Narben der Gesellschaft und oft tut das wirklich weh. Sie schreibt mit einer Hingabe satirisch, ernst, aber auch oft humorvoll und sie schreibt immer wieder über den Alltag. Denn dort schmerzen fehlende Gleichbehandlung, Patriarchat und strukturelle Diskriminierung besonders.

Ihre journalistische Karriere begann Hammerl bei der Zeitung „Neues Österreich“ und sie arbeitete u.a. auch beim ORF. Sie schrieb für internationale Magazine wie Stern, Vogue, Cosmopolitan und Marie-Claire. Sie verfasste Romane, Drehbücher, Theaterstücke und Kabaretttexte.

Über diesen Podcast

Auf feministischer Spurensuche in Wien: Die Journalistin Brigitte Handlos spricht im FrauenFunk.at mit feministischen Frauen in Wien über ihre Arbeit und Erfahrungen.

von und mit Brigitte Handlos

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